Amstettner Symphonieorchester,
Sonntag, 21. Mai 2017, 18:00 Uhr

Beim diesjährigen Frühlingskonzert kommt ein Komponist zur Aufführung der einen unmittelbaren Bezug zur Greinburg hatte: Joseph Panny wurde 1794 in Kollmitzberg als Sohn des dortigen Schullehrers, Organisten und Regenschori geboren. 1813 fand er als Hauslehrer auf Schloss Greinburg Aufnahme, ehe er zwei Jahre später für weitere Studien nach Wien ging.

Programm

Franz Schubert – Sinfonie Nr. 7 h-moll, D 759 („Unvollendete“)

Joseph Panny – Adagio und Polonaise für Fagott, Oboe und Orchester A-Dur (Solisten: Lorenz Maderthaner – Oboe & Gabriele Maderthaner – Fagott)

Felix Mendelssohn-Bartholdy – Sinfonie Nr. 5 d-moll, op. 107 („Reformationssinfonie“)

Zum Programm:

Das Amstettner Symphonieorchester bringt heuer drei klangschöne Werke mit nach Grein, die alle in den beiden ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entstanden sind, und – obwohl zeitnah komponiert – doch deutlich unterschiedliche Klangwelten repräsentieren.

Mendelssohns 5. Sinfonie – die eigentlich seine 2. ist und damit noch fast ein, wenn auch äußerst gereiftes, Jugendwerk darstellt; sie wurde aber erst als letzte seiner Sinfonien verlegt – mit dem Beinamen „Reformationssinfonie“ wurde gewählt, weil sie einerseits ein äußerst klangprächtiges Stück ist, andererseits aber natürlich auch mit dem Bezug zum Reformationsjubiläum im heurigen Jahr. Ihr gegenübergestellt wird mit Schuberts „Unvollendeter“ eine sehr bekannte, in manchem auch kontrastierende Sinfonie, wobei die Interpretation dieses Werkes aber mit dem weitverbreiteten (Vor-)Urteil, es würde sich bei ihr um eine Trauersinfonie, die auch bei Begräbnisfeierlichkeit ihren Platz hätte, aufräumen und eine andere Sichtweise auf dieses Werk geben will.

Von diesen beiden Werken der sinfonischen Literatur wird ein Solokonzert – diesmal mit dem Adagio und der Polonaise op. 7 für Oboe, Fagott und Orchester von Joseph Panny ein Doppelkonzert -, dessen Komponist auch einen Bezug zu Grein hatte, umrahmt. Joseph Panny wurde 1794 in Kollmitzberg als Sohn des dortigen Schullehrers, Organisten und Regenschori geboren. 1813 fand er als Hauslehrer auf Schloss Greinburg Aufnahme, ehe er zwei Jahre später für weitere Studien nach Wien ging und als Geiger und Komponist sehr erfolgreich reüssierte. Später entwickelte sich eine Freundschaft mit Nicolai Paganini; die beiden unternahmen Konzertreisen durch ganz Europa. Als diese Freundschaft zerbrach,  zog Panny nach Mainz, wo er sich – nach mehreren Wanderjahren u. a. nach Prag, Skandinavien, London und Paris – 1836 endgültig niederließ, aber schon zwei Jahre später starb.

Die Interpreten dieses sehr reizvollen Doppelkonzertes sind zwei junge, aufstrebende Künstler aus Waidhofen/Ybbs: Lorenz Maderthaner als Oboist und Gabriele Maderthaner am Fagott.